Neun Tage und sieben Monate: Großbritannien 1926
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Im Mai 1926 legten in Großbritannien zwischen 1,5 und 1,75 Millionen Beschäftigte die Arbeit nieder, um über eine Million ausgesperrter Bergleute zu stützen. Nach neun Tagen brach der Gewerkschaftsdachverband den Streik ohne Zugeständnis ab; die Bergleute hielten noch sieben Monate durch und mussten dann zu schlechteren Bedingungen zurückkehren. Im Jahr darauf schränkte ein Gesetz ein, was sie getan hatten.
Als der Streik einen Putsch stoppte: März 1920
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Am 13. März 1920 besetzten Putschisten das Berliner Regierungsviertel. Die Reichswehr in Berlin verweigerte den Einsatz gegen sie, die Regierung floh. Nach rund hundert Stunden war der Putsch gescheitert — nach dem größten Generalstreik der deutschen Geschichte, an dem etwa zwölf Millionen Menschen teilnahmen. Zwei Wochen später ließ dieselbe Regierung Truppen ins Ruhrgebiet einmarschieren, wo der Streik in einen Aufstand übergegangen war.
Abräumen und aufbauen: Was der Alliierte Kontrollrat für die Gewerkschaften beschloss
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Zwischen 1945 und 1948 übte der Alliierte Kontrollrat die gemeinsame oberste Gewalt über Deutschland als Ganzes aus. Er löste die Deutsche Arbeitsfront auf, hob die nationalsozialistische Arbeitsordnung auf und schuf mit Arbeitsgerichten, Betriebsräten und freiwilliger Schlichtung einen Rahmen, in dem freie Gewerkschaften neu wachsen konnten. Der Lohnstopp und das Ende des Rates 1948 setzten diesem Aufbau Grenzen.
Zerschlagen und neu gegründet: Die Gewerkschaften vom Verbot der SPD 1933 bis zum Neubeginn
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Im Frühjahr 1933 wurden die Gewerkschaften zerschlagen und die SPD verboten. Zwölf Jahre lang gab es keine freie Vertretung der Beschäftigten; wer sich organisierte, tat es im Exil oder im Verborgenen, unter Lebensgefahr. Nach 1945 entstand eine Einheitsgewerkschaft, und das Grundgesetz verankerte die Koalitionsfreiheit.
Organisiert trotz Verbot: Die Gewerkschaften unter dem Sozialistengesetz
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Von 1878 bis 1890 war die Sozialdemokratie im Deutschen Reich verboten, und mit ihr ein großer Teil der Gewerkschaften. Sie überlebten in Fachvereinen, Unterstützungskassen und über Vertrauensleute, während Bismarck Verbot und Sozialversicherung verband. Am Ende stand eine stärkere Bewegung: die SPD als Partei mit den meisten Stimmen und die Generalkommission der Gewerkschaften.