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Recht durchsetzen
Wir setzen die Rechte Arbeitender durch, deren untypische Arbeitsform oder gesellschaftlich stigmatisierte Tätigkeit gerne übersehen wird.
Dieser Auftritt ist im Aufbau. Funktionen können sich ändern oder zeitweise ausfallen.
Gewerkschaft Underdog
Wir sind die, mit denen niemand gerechnet hat.
Wer wir sind
Wir leisten Gewerkschaftsarbeit, wo das Betriebsverfassungsgesetz und Tarifverträge ihrer Bedeutung nach in den Hintergrund treten. Wir stellen uns einer Realität des Wirtschaftslebens, in der es in zunehmendem Maße für normal gehalten wird, sich über geltendes Recht hinwegzusetzen.
Wir setzen die Rechte Arbeitender durch, deren Rechte nur allzuoft ausgeblendet werden. Wir setzen die Rechte Arbeitender durch, deren untypische Arbeitsform gerne außer Acht gelassen wird. Wir setzen die Ansprüche Arbeitender durch, deren Tätigkeit gesellschaftlich stigmatisiert ist.
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Wir setzen die Rechte Arbeitender durch, deren untypische Arbeitsform oder gesellschaftlich stigmatisierte Tätigkeit gerne übersehen wird.
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Wenn soziale Lasten aus Gemeindekassen bezahlt werden müssen, ohne dass Sozialbeiträge zufließen, legt dies die Axt an unser Sozialsystem und den finanziellen Handlungsspielraum unserer Kommunen.
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Seit den 1970er Jahren hat die Lohnentwicklung die Steigerung der Produktivität nicht mehr nachvollzogen. Unser Geschäftsmodell ist kein Billiglohnmodell. Kaufkraft ist die Grundlage unseres Wohlstands.
Verantwortung der Arbeitgeber
Für die Bezahlung des geschuldeten Lohns, die Abführung der Lohnsteuer, die Bezahlung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge, die Bezahlung der Umlagen, die Versicherung Arbeitender bei der zuständigen Berufsgenossenschaft sowie die Bereitstellung eines ordnungsgemäßen Arbeitsplatzes und der nötigen Arbeitsmittel sind die Arbeitgeber verantwortlich.
Wir glauben nicht, dass ein Betrieb geschlossen werden sollte, der es noch schaffen kann, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Und wir glauben nicht, dass Arbeitnehmer:innen auf Ansprüche verzichten sollten, ohne im Gegenzug einen Gegenwert für ihren Kapitalbeitrag zur Finanzierung eines Unternehmens zu erhalten.
Wir glauben nicht, dass die Aufgaben einer Einzugsstelle im besten Sinn wahrgenommen sind, wenn sich die Beitragseinziehung auf die Art und Weise erledigt, schnellstmöglich einen Insolvenzantrag zu stellen. Wir meinen, eine Einzugsstelle ist so lange gefordert, bis alles unternommen ist, um Arbeitende in den Genuss der erfolgreichen Einziehung von Gesamtsozialversicherungsbeiträgen kommen zu lassen.
Fairer Wettbewerb
Unser Sozialsystem stellt eine kulturelle Leistung dar, deren Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Auch wir sehen, dass einiges bei diesem Sozialsystem im Argen liegt. Wir verstehen Arbeitgeber, die unter Bürokratielasten stöhnen. Die Konsequenz kann aber nicht sein, die Rechte Arbeitender zu ignorieren.
Den Arbeitgebern, die sich deshalb vor unbewältigbaren Wettbewerbsnachteilen sehen, schlagen wir vor, die Mitbewerber zu benennen, die sich unlautere Wettbewerbsvorteile auf dem Rücken Arbeitender verschaffen.
Kaufkraft und Wohlstand
Wir sind darüber hinaus der Überzeugung, dass ein gerechter Lohn zu bezahlen ist. Daran fehlt es an den heutigen Löhnen, die seit den 1970er Jahren die Steigerung der Produktivität nicht mehr nachvollzogen haben.
Unser Geschäftsmodell in Deutschland ist nicht das eines Billiglohnlandes. Unser Geschäftsmodell ist es, der Welt Produkte anzubieten, die so herausragende Eigenschaften haben, dass die Welt dafür so hohe Preise zu bezahlen bereit ist, dass wir davon unseren hohen Lebensstandard finanzieren können. Aufholbedarf haben wir beim Absatz unserer Produkte im Inland. Dieser Absatz erfordert, Arbeitenden nicht ihre Kaufkraft zu nehmen.
Zum Nutzen der Mehrheit und zum Schutz der Minderheiten
Wir leben in einer Gegenwart, in der Sozialleistungen gekürzt werden, die Rechte Arbeitender zum Problem erklärt werden und einer Bevölkerung Faulheit vorgeworfen wird, die 85 Millionen Menschen stark ist und das drittgrößte Bruttoinlandsprodukt der Volkswirtschaften der Welt erarbeitet. Dem steht gegenüber, dass Vermögenssteuer verfassungswidrig sein soll, es erbschaftssteuerfrei ist, wenn mehr als 300 Wohnungen zu einem Nachlass gehören, Einkommen aus Kapitalerträgen grundsätzlich nur mit 25 % Steuern belegt sind und die Fabriken, die keine wettbewerbsfähigen Produkte der Automobilindustrie mehr herstellen, sowieso in China stehen und mit dem Arbeitsmarkt in Deutschland nichts zu tun haben.
Wenn Menschen Teilzeit arbeiten, dann leisten sie womöglich eine Arbeit, der sie im Rahmen einer Vollzeittätigkeit nicht nachgehen könnten. Und wenn jemand mit weniger Geld auskommen möchte und dafür eben nicht Vollzeit arbeiten will, dann ist es nicht die Aufgabe einer Regierung, zur Arbeit zu verpflichten. Vielmehr mögen sich Unternehmen, denen es an Arbeitskräften fehlt, entschließen, so gute Arbeitsbedingungen und insbesondere so guten Lohn zu bieten, dass das die Bereitschaft, für diese Unternehmen zu arbeiten, steigert. Alles andere läuft strukturell auf Sklaverei hinaus, darf nicht sein und wird niemals funktionieren.
Und wenn es doch bei aller Bereitschaft zu arbeiten, aus der Sicht der Regierung noch immer an Arbeitskräften fehlt, dann wäre dies ein weiterer Grund, nicht tausende Menschen in Deutschland mit einem Arbeitsverbot zu belegen. Ebenso, wie es eine Investition in unsere Zukunft ist, wenn wir Geld in die Hand nehmen, um Migrationen in der bestmöglichen Integration in unsere Gesellschaft münden zu lassen.
Unser Beitrag
Der Beitrag, den wir leisten, ist, die Rechte Arbeitender durchzusetzen. Ein Unternehmen hat seinen Pflichten als Arbeitgeber gegenüber den Menschen nachzukommen, die in einem Betrieb dieses Unternehmens arbeiten. Davon wird ein Unternehmen nicht frei, weil Arbeitende einen ungesicherten Aufenthaltsstatus haben, mit einem Arbeitsverbot belegt sind, über keine Dokumentation ihrer arbeitsvertraglichen Regelungen verfügen, Arbeitenden mit der Durchsetzung ihrer Ansprüche wegen der Überkomplexität von Regeln und Verfahren alleine nicht zurechtkommen oder so dringend auf ein Erwerbseinkommen angewiesen sind, dass sie eine Bezahlung unterhalb des gesetzlichen Minimums hinnehmen.
Einkommens- und Vermögensverteilung | Demokratie
Die gegenwärtige Ungleichverteilung der Einkommen und des Vermögens in unserem Land ist mit den Belangen der Demokratie, denen des Erhalts des sozialen Friedens und denen eines dank finanzieller Spielräume handlungsfähigen Staatswesens nicht mehr im Einklang.
Nein, der Markt regelt nicht alles. Und nirgendwo legten wir fest, dass das so sein müsse. Wir haben eine hoch entwickelte Volkswirtschaft, bei der es bereits als Erfolg anzusehen ist, wenn wir 2 % Wachstum erzielen. Dem stehen Renditen auf dem Anleihenmarkt von 4 % gegenüber. Allein aus der Differenz dieser Prozentsätze ergibt sich bereits eine kontinuierliche Verschärfung der Ungleichverteilung.
Hier greift kein Marktmechanismus ein. Hier ist staatliches Handeln gefordert. Ungleichverteilung ist kein Resultat des Schicksals, sondern eines darauf hinwirkenden politischen Handelns. Hier gilt es, die Belange Arbeitender nachzuarbeiten. Im Interesse aller, im Interesse Arbeitender, im Interesse Überreicher, denen an harten gesellschaftlichen Brüchen nicht gelegen sein kann, und im Interesse unseres Gemeinwesens.
Wir sind die, mit denen niemand gerechnet hat.