Beta

Dieser Auftritt ist im Aufbau. Funktionen können sich ändern oder zeitweise ausfallen.

Faust als Symbol der Solidarität

Aktiv, wo andere ausblenden.

Arbeitende ohne Aufenthaltsstatus

Auch ohne Papiere haben Sie Anspruch auf Ihren Lohn, mindestens den gesetzlichen Mindestlohn. So steht es im Gesetz. Viele Arbeitgeber zahlen trotzdem weniger, weil sie glauben, dass Sie aus Angst schweigen. Genau darauf bauen sie. Wir sind keine Behörde und geben grundsätzlich niemanden weiter. Schreiben Sie auf, wann Sie gearbeitet haben und wer Sie bezahlt.

Undokumentierte Arbeit (Schwarzarbeit)

Für die Dokumentation der Arbeit ist der Arbeitgeber verantwortlich. Fehlt es daran, so ist dies generell in erster Linie ein Problem für den Arbeitgeber. Das bezieht sich ausdrücklich auch auf die Nachzahlung offen gebliebener Sozialabgaben. Arbeitende haben nicht weniger Rechte, weil sie keinen schriftlichen Vertrag haben: Mindestlohn oder besser, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub im gesetzlichen Mindestumfang oder besser, Kündigungsschutz, … Alles gilt und wird vom Arbeitgeber geschuldet.

Lassen Sie sich Ihr Recht nicht nehmen. Wir setzen Ihre gesetzlichen Ansprüche durch.

Anonyme Arbeitgeber

Sie wissen nicht genau, wer Ihr Arbeitgeber ist? Das ist oft gewollt. Wer sich hinter Subunternehmen und wechselnden Firmennamen versteckt, hofft, dass ihn niemand findet. Doch oft haftet auch die Firma, die die Arbeit an Subunternehmen weitergegeben hat. Ihr Geld ist also nicht automatisch verloren, wenn eine Firma verschwindet. Sammeln Sie, was Sie haben: Nachrichten, Fotos, Namen, Orte. Damit lässt sich prüfen, wer zahlen muss.

Unterbezahlte Arbeit

Der Mindestlohn beträgt 13,90 Euro (2026) und steigt auf 14,60 Euro (2027). Ein Beispiel: Sie bekamen vor drei Jahren den Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde und seitdem keine Erhöhung. Dann fehlen Ihnen bei Vollzeit heute 5.522 Euro Lohn, dazu 337 Euro Zinsen, zusammen 5.859 Euro (Stand Oktober 2026). Arbeitgeber setzen darauf, dass niemand nachrechnet. Schreiben Sie Ihre Stunden auf, bewahren Sie Ihre Lohnzettel auf, nehmen Sie Kontakt zur Fallbesprechung auf.

Überkomplexe Regeln und Verfahren

Fristen, Formulare, Kleingedrucktes: Vieles ist so kompliziert, dass Menschen aufgeben. Darauf verlassen sich Arbeitgeber. Wer eine Frist verpasst, verliert oft Geld, das ihm zusteht. Gegen eine Kündigung bleiben zum Beispiel nur drei Wochen. Sie müssen nicht alles verstehen, um Ihr Recht zu behalten. Schreiben Sie bei jedem Brief sofort auf, an welchem Tag er kam. Ab diesem Tag läuft oft die Frist.

Stigmatisierte Arbeit

Reinigung, Pflege, Schlachthof, Sexarbeit: Manche Arbeit wird schlecht angesehen. Arbeitgeber nutzen das, denn wer sich schämt, wehrt sich seltener. Doch wer angestellt ist, hat dieselben Rechte wie alle anderen: Lohn, Urlaub, Bezahlung bei Krankheit. Unbezahlte Stunden und fehlender Urlaub machen schnell mehrere hundert Euro aus. Schreiben Sie auf, welche Stunden und welcher Urlaub Ihnen fehlen. Bei uns müssen Sie sich dafür nicht rechtfertigen.

Untypische Arbeitsformen

Minijob, Arbeit auf Abruf, angeblich selbstständig über eine App: Je ungewöhnlicher die Arbeit, desto leichter lassen sich Rechte verschweigen. Das klappt, weil viele glauben, für sie gelte nichts. Das stimmt nicht. Auch im Minijob gibt es bezahlten Urlaub und Lohn bei Krankheit. Wer nur auf dem Papier selbstständig ist, kann in Wahrheit angestellt sein, mit allen Rechten. Machen Sie Bildschirmfotos von Ihren Aufträgen und heben Sie Ihren Vertrag auf.

Prekäre Beschäftigung

Befristet, Leiharbeit, keine festen Stunden: Wer Angst um den nächsten Vertrag hat, beschwert sich nicht. Darauf setzen Arbeitgeber. Doch auch hier gelten Regeln. Ist bei Arbeit auf Abruf keine Stundenzahl vereinbart, gelten 20 Stunden pro Woche, und die müssen bezahlt werden. In der Leiharbeit steht Ihnen nach neun Monaten grundsätzlich derselbe Lohn zu wie der Stammbelegschaft. Schreiben Sie auf, seit wann Sie dort arbeiten und wie viele Stunden Sie jede Woche bekommen.

Unser Einsatz

Wir kämpfen für alle, die kämpfen müssen.

01

Information

Wir informieren zu Arbeitsrecht, Schwarzarbeit, anonymen Arbeitgebern und allen Formen prekärer Beschäftigung, die andere ignorieren.

02

Beratung

Unsere Mitglieder erhalten persönliche Beratung zu konkreten Problemen mit Arbeit oder Arbeitgeber, vertraulich und ohne Umwege.

03

Vertretung

Bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten vertreten wir unsere Mitglieder aktiv, um ihre Ansprüche durchzusetzen, auch wenn es unbequem wird.

Unser Fokus

Wenn keine Schublade passt.

Wir sind die, die die Realitäten des Arbeitslebens zur Kenntnis nehmen. Wir schauen hin, wenn das System ausblendet. Wenn Regeln und Verfahren zu komplex sind, sind wir aktiv. Wenn die Rechte Arbeitender ignoriert werden, packen wir zu, um sie durchzusetzen.

Wir sind die, mit denen keiner gerechnet hat.

Erhobene Faust als Symbol der Solidarität

Beitritt

Werden Sie Mitglied der Gewerkschaft Underdog.

Es besteht keine Verpflichtung, Mitgliedsbeiträge zu bezahlen.

Als Mitglied der Gewerkschaft Underdog haben Sie Zugang zu Information, Beratung und Vertretung – Sie haben eine Organisation im Rücken, die für Sie da ist, wenn es darauf ankommt.

Jetzt Mitglied werden

Öffentlichkeit

Sichtbarkeit durch Kunst und Zeitung.

Politisches Kunstwerk an einer Wand

Kunst

Kunst schafft Öffentlichkeit

Wir bringen mit Aktionskunst, Installationen, Projektionen etc. die Realitäten ans Licht, die zu oft ausgeblendet werden.

Gewerkschaftsmitglieder bei einer Demonstration

Zeitung

Underdog – die Zeitung

In unserer Zeitung finden sich Berichte, Reportagen, Interviews und mehr zur Arbeit der Gewerkschaft Underdog, zu Wirtschafts- und Arbeitsbedingungen und zu Realitäten des Wirtschaftslebens, die gerne ausgeblendet werden. Wir stellen Arbeitgeber vor, auf die wir bei unserer Arbeit gestoßen sind und wir veröffentlichen, was wir investigativ mit unserem Redaktionsteam und dank unserer Informant:innen aufdecken konnten.

Wenn Sie uns Informationen weitergeben können, von denen wir wissen sollten, werden wir Ihre Identität absolut vertraulich halten.